Jun 30

Vitaminmangel D und B12

Vitaminmangel D und B12
Vitamin D:  Mangel Symptome und das geschwächte Immunsystem

Ein Mangel an Vitamin D kann viele negative Auswirkungen auf unseren Körper und das Wohlbefinden haben. Vitamin D wird unter UV-Bestrahlung in der Haut gebildet. Da aber viele heutzutage wenig draußen sind und die Sonnen in unseren Breiten auch nicht so intensiv scheint, besteht ein weit verbreiteter Mangel, insbesondere in den Wintermonaten.Das hat erhebliche Auswirkungen.
Verstärkt wird der Mangel bei Patienten mit dunkler Haut, die ja eigentlich an intensivere Besonnung gewöhnt sind. Symptome des Vit. D Mangels sind:

  • Schwächung unseres Immunsystems – insbesondere bei Älteren und Rauchern mit der Folge einer Infektneigung
  • Unklare Schmerzen im Körper ohne sichere Erklärung
  • Gereizte Nervosität und Schwindelanfälle
  • Müdigkeit und Konzentrationsprobleme
  • Rachitis (Osteomalazie)
  • Schlafstörungen
  • Depressive Verstimmung
  • Abbrechen der Fingernägel
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen und Muskelkrämpfe
  • Kreislaufprobleme

Der Vitamin D Spiegel kann im Blut bestimmt werden – in der Regel ist das aber keine Kassenleistung.
Bei allen Autoimmunerkrankungen sollte unbedingt auf eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung geachtet werden.

Vitamin B12:
Eine Unterversorgung des Körpers mit dem lebensnotwendigen Vitamin B12 kann in der Folge zu drastischen Mangelerscheinungen führen und schwerwiegende Krankheiten begünstigen. Ein Vitamin B12 Mangel zeigt sich durch zahlreiche Symptome. Bei nicht rechtzeitig erfolgender Behandlung können zumindest einzelne Symptome irreversibel (unumkehrbar) sein.

  • Depressionen
  • verminderte Leistungsfähigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Nervosität
  • Appetitlosigkeit
  • Haarausfall
  • Müdigkeit
  • Gedächtnisstörungen
  • Konzentrationsschwäche
  • Vergesslichkeit
  • Blasse Haut
  • Mundwinkelrhagaden
  • Bauchschmerzen
  • Reizbarkeit
  • Schwäche
  • Gewichtsverlust
  • Schwindel
  • Brennen auf der Zunge
  • Taubheitsgefühle
  • Eingeschlafene Hände und Füße
  • Muskelschwäche
  • Geruchs- und Geschmacksverlust
  • Potenzstörungen
  • Unsicherheit beim Gehen
  • Durchfall
  • Darmschäden

Die genannten Symptome können jedoch auch im Rahmen anderer Erkrankungen auftreten. Im Zweifel muss der Blutspiegel untersucht werden.

Ursache und Risikogruppen des B12-Mangels:

Es gibt mehrere Ursachen eines Vitamin B12 Mangels: Die bisher bekannteste Ursache des Mangels ist die Bildung von Autoantikörpern gegen die Parietalzellen des Magens  oder den Intrinsic Faktor, der zur Aufnahme des Vitamins im Darm gebraucht  wird. Außerdem kann eine chronische Gastritis  Ursache des Mangels sein sowie ein Zustand nach einer Magenresektion oder Z.n. Teilentfernung des Dünndarmes, bzw Entzündung (Morbus Crohn).
B12 Mangel tritt sehr häufig als Begleitsymptom einer Autoimmunthyreoiditis auf.

Auch einzelne Medikamente können auf Dauer einen Vitamin- B12-Mangel verursachen. Einige davon sind: Magensäureblocker (PPI), Metformin, Antihistaminika.

Weitere Ursachen des Mangels können u.A. sein:

  • zu geringe Zufuhr, z.B. bei streng vegetarischer bzw. veganer Ernährung  (Verzicht auf jegliche tierische Produkte)
  • Malabsorption, z.B. bei Sprue (Zöliakie) und exokriner Pankreasinsuffizienz (EPI).
  • starker Alkoholkonsum
  • Befall mit dem Fischbandwurm
  • bakterielle Fehlbesiedlung im Darm
  • erhöhter Verbrauch (z.B. chronische Infektion)
  • Verdrängung durch B12-Analogen (z.B. aus Spirulina)

Während oder nach einer Schwangerschft  kann ein latenter Vitamin-B12-Mangel plötzlich symptomatisch werden.
11.02.2017