Einzelne Impfungen – Impfcheck

Übersicht einzelne Impfungen für alle Altersgruppen

Allgemeine Hinweise zu Impfungen finden Sie hier

Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission) finden Sie hier

Machen Sie den Impfcheck hier

Neue Stiko-Empfehlungen sind im Text orange markiert!!!

Für die Erstellung des Impfplanes für Ihre Fernreise sowie aktuelle reisemedizinische Informationen steht uns die beständig aktualisierte Software Reiserix zur Verfügung.
z.B. für aktuelle Informationen zur Malariaprophylaxe.

Einzelne Kassen bezahlen Reiseimpfungen komplett.
Es können nur die aufgeführten Impfungen zu Lasten der Kasse per Chipkarte abgerechnet werden: (Stand 7_15)

AOK Rheinland-Hamburg: Cholera, Gelbfieber, Hepatitis A/B, Typhus, Jap. Encephalitis; NEU: auch FSME, Meningokokken (nur ACWY) und Tollwut.
BKK vor Ort: FSME, Hep. A/B; Meningokokken, Tollwut, Typhus, Cholera, Gelbfieber.
Deutsche BKK: Cholera, FSME, Gelbfieber, Hepatitis A/B, Meningokokken, Typhus, Tollwut
Knappschaft: Cholera, FSME, Glebfieber, Hepatitis A/B, Meningokokken, Tollwut, Typhus.
BKK Pronova: Cholera, FSME, Gelbfieber, Hepatitis A/B, Meningokokken, Tollwut, Typhus, Jap. Encephalitis.
Die TK (Techniker) bezahlt KEINE Reiseimpfungen mehr über die Chipkarte!!!

Nicht aufgeführte Impfungen sowie die ggf. notwendige Beratung zur Malariaprophylaxe müssen Sie selbst bezahlen (und ggf. bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse eine Erstattung beantragen).
Für die aufgeführten Reiseimpfungen fallen Rezeptgebühren an!
Patienten anderer Kassen können  auf dem Erstattungswege zumindest einen Teil der Kosten geltend machen. Fragen Sie ggf. bei ihrer Kasse zuvor an.

Beruflich bedingte Impfungen sind keine Kassenleistung!

Für die Erstattung  der GKV entscheidend ist die „Schutzimpfungsrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses“

auf der Grundlage der Empfehlung der STIKO. Die Leistungspflicht kann dabei leider von der STIKO Empfehlung abweichen.

Zeichenerklärung: I = Indikation  G = Grundimpfung A = Auffrischintervall

Diphtherie
I: alle
G:
3 Impfungen0/30-60/180-360 Tage im Kindesalter4x als DTaP
A: alle 10 Jahre; Kindesalter nach 5J.
Komb.: Td-Polio-Pertussis / Td-Polio /Td-Pertussis
Bem.:
Totimpfstoff; Immunität nach Infektion nur ca. 10 Jahre! -> Impfung!
Diphtherieantitoxin bei Infektion
Kassenleistung !

Tetanus (Wundstarrkrampf):
I: alle
G:
3 Impfungen0/30-60/180-360 Tage im Kindesalter 4x als DTaP
A: alle 10 Jahre und ggf.im Verletzungsfalle; im Kindesalter nach 5J.
Komb.: Td-Polio-Pertussis / Td-Polio /Td-Pertussis
Totimpfstoff; ggf. Immunglobulin als Sofortschutz bei Exposition (Verletzungsfall) Ungeimpfter o. im  Erkrankungsfall
Kassenleistung !

Poliomyelitis (Kinderlähmung):
I:
Grundimpfung alle; 2x im Abstand von mind. 56 Tagen IPV-Impfstoff; im Kindesalter 3x
als Kombinationsimpfstoff
A: Auffrischung für Erwachsene als Indikationsimpfung alle 10 Jahre bei Indikation:
Reisen in offiz. Risikogebiete, f. Aussiedler u. Asylbewerber bei Einreise aus Risikogebieten (bei Unterbringung im Gem.Unterkünften
Komb.: Td-Polio-Pertussis / Td-Polio /Td-Pertussis
Totimpfstoff; Schluckimpfung (=Lebendimpfung) nur noch im Ausnahmefalle!
Kassenleistung !

Pertussis (Keuchhusten):
I:
Kinder und Jugendliche und Erwachsene!
6/05: Ein Einzelimpfstoff ist derzeit in Deutschland NICHT lieferbar;
es kann allenfalls eine Auffrischung m. Td-Polio-Pert. /Td-Pertussis erfolgen!
G: 4x im Kindesalter als Komb. Impfung;  ab 12. LJ nur 2x;
A: alle 10 Jahre als Kombiimpfstoff
Azellul. Totimpfstoff – Immunität nach Infektion nur 10-20 Jahre! Daher Impfung erforderlich. Dieses gilt auch für die Senioren!!
Es gibt Keuchhustenepidemien in Seniorenheimen. Aufgrund hoher Durchseuchung ist i.d.R. eine Auffrischung alle 10J. ausreichend und keine Grundimpfung erforderlich bei Erwachsenen; Kassenleistung !

Für die Grundimpfung im Säuglingsalter und Kleinkindalter existiert ein 6-fach Impfstoff (Diphtherie-Tetanus-Pertussis-Poliomyelitis-Hepatitis B und Hämophilus infl.) = Hexyon (R).

Pneumokokken (Lungenentzündung)   – Neu: geänderte Wiederauffrischung!!
I:  alle über 60 Jahre und bei erhöhter Infektionsgefährdung durch chron. Lungen-, Herz- Leber-Nieren-Stoffwechsel-KH Immundefizit, HIV-Infektion; KH der blutbildenden Organe,
Zn. Splenektomie (Milzentfernung) vor immunsuppressiver Therapie (z.B. Chemotherapie)
NEU: Säuglinge ab 2. LM bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung (Herz-Kreislauf-KH; KH der Atmungsorgane, Diabetes)
G: Reif geborene Säuglinge: Impfung im Alter von 2 und 4 Monaten sowie im Alter von 11-14 Monaten = 3 Impfdosen!   Frühgeborene erhalten 4. Dosis im Alter von 3 Monaten.
Es steht ein Konjugat-Impfstoff (Prevenar 13 (R)) zur Verfügung; dieser sollte bis zum 4. LJ verwendet werden. Dieser ist jetzt auch Kassenleistung ! Ab dem 5. LJ  Prevenar oder Pneumovax 23 möglich.

A: Erwachsene: außer bei Patienten mit. Immundefizit u. . Niereninsuffizienz
Die von der STIKO 2015 geäußerte Auffassung, Auffrischungen seien nicht mehr erforderlich, wurde 09/2016 revidiert: Auffrischungen werden grundsätzlich für sinnvoll erachtet, inbesondere für Personen mit einem erhöhten Risiko für schwere Pneumokokkenerkrankungen; Mindestabstand zur Grundimpfung beträgt 6 Jahre. (Laut Fachinfo des Impfstoffes Pneumovax  ist dieses für gesunde Erwachsene jedoch nicht zulassungskonform vorgesehen);
Personen, die zunächst mit dem neuen 13-valenten Impfstoff (Prevenar) geimpft wurden, sollen zur Erweiterung der Serotypenabdeckung 6-12 Monate nach der PCV13 die PPSV23 (Pneumovax) erhalten.

Hepatitis A:
I:
Med. Personal; berufl. Exponierte; Risikopatienten; Hämophile; Kontaktpersonen bei Hepatitis A-Infektion; pychisch Kranke; Heimpatienten; Patienten m. Leberkrankheiten; Reisende in Risikogebiete
G: 2x im Abstand von 6-12 Monaten; ggf. 3x je nach Impfstoff
A: je nach Impfstoff nach 10 bis 30 Jahren!
Einzeln (Havrix, HAV pur) oder in Kombination m. Hepatitis B (Twinrix)
Totimpfstoff;  Bei Impfung von Erwachsenen Prüfung Immunitätslage vor Impfung sinnvoll, aber nicht zwingend;
Alternativer Sofortschutz (passive Immunisierung)  durch Gabe von Immunglobulin (Beriglobin) , z.B. auch bei Exposition Ungeimpfter oder unzureichendem Abstand zur Reise. Bietet lediglich 4 Wo Schutz).
Kassenleistung: Ja, nur für Risikogruppen – z.B. Behinderte/Nein: für Reiseimpfung (außer einzelne Kassen); Erstattung versuchen.

Hepatitis B:
I: Kinder und Jugendliche bis 18.LJ; ferner:Med. Personal; berufl. Exponierte; Risikopatienten; Hämophile-Pat.; Dialyse-Patienten; Drogenabhängige; Kontaktpersonen bei Hep. B-Infektion/psych. Erkrankte; Heimpatienten; Pat. m. Leber-KH; Reisende in Risikogebiete.
G: 3x 0-1-6 Monate ab3. LM, bei pos. Mutter auch sofort nach der Geburt!
Einzelimpfstoff oder in Kombination mit Hep. A; Eine routinemässige Auffrischung nach durchgeführter Grundimpfung im Kindesalter ist nicht zwingend außer bei Indikation!
A: ca.  alle 5-10J, ggf. Impftiterbestimmung von Anti-HBS quant.; bei  <100IE/ml Auffrischung erforderlich.
Totimpfstoff.
Bei Impfung von Erwachsenen Prüfung Immunitätslage vor und nach Impfung sinnvoll; aber nicht zwingend. GGF Titerkontrolle nach 4-6 Wo nach durchgeführter Grundimpfung
GGF Immunglobulingabe bei Exposition Ungeimpfter oder f. Urlaubsreise (4Wo Schutz)

Kassenleistung, jedoch nicht für Reisen (m.. Ausnahmen) und beruflich Exponierte

Röteln:
I: Kinder und Jugendliche, .Frauen in gebärfähigem Alter; Infektionsgefährdete;
s.a. unter Masern bei Exposition!
G: 1x ab 12. Lebensmonat als MMR (Masern-Mumps-Röteln)
A: 1x als MMR 6.Lebensjahr ggf. 4 Wochen nach der 1. Impfung
Ein Röteleinzelimpfstoff ist derzeit nicht verfügbar!
Lebendimpfstoff !!  3 Monate nach Impfung Empfängnisverhütung!
Kontrolle des Impftiters nach Impfung bei Frauen mit Kinderwunsch!
Nicht bei symptomatischen HIV-Infektion!!
GGF Gabe von Immunglobulin bei Exposition Ungeimpfter m. Röteln.
Kassenleistung.

Masern:
I: Kinder und Jugendliche; Infektionsgefährdete; Impfung aller ungeimpften und nach 1970 geborenen
bzw. nur 1x geimpften; bei Exposition Impfung innerhalb von 3 Tagen. (gilt f. Masern/Mumps/Röteln)

G: 1x ab 12. Lebensmonat als MMR (Masern-Mumps-Röteln)
A: 1x als MMR 6.Lebensjahr ggf. 4 Wochen nach der 1. Impfung
Eine einzelne Masern-Impfung ist nicht verfügbar; nur MMR.
Lebendimpstoff! Nicht bei symptomatischen HIV-Infektion!!
GGF Gabe von Immunglobulin bei Exposition Ungeimpfter
Kassenleistung.

Mumps:
Keine Einzelimpfung verfügbar; Nur MMR.
alles Weitere siehe Masern.

Hämophilus influenzae:
Kinder ab 3. LM;
ab 6. LJ nur im Ausnahmefalle (Asplenie)
Totimpfstoff – Konjugatimpfstoff;
Kassenleistung

Influenza (Grippe):
I: alle über 60 Jahre und bei erhöhter Infektionsgefährdung; :chron.Lungen- Herz-Leber- Nieren-KH, Diabetes; u. anderen /Stoffw.KH; Immundefizit, HIV-Infektion; Personen im Gesundheitswesen; Alle bei Epidemien;
neue Indikation: Personen, die andere Gefährdete anstecken könne
n!

G: ggf 2x im Abstand 2-4 Wo
A: jährlich mit angepasstem Impfstoff. Totimpfstoff
Gegenanzeige: bei Hühnereiweißallergie (Spezialimpfstoff in diesem Fall verfügbar!)
Fluad (R) verfügbar als wirkverstärkter adjuvierter Impfstoff (keine Kassenleistung GKV); aber nicht für subcutane Gabe (z.B. bei Marcumar, neue orale Antikoagulatientherapie möglch);
Für Erwachsene gibt es einen tetravalenten Impfstoff, der mit 2 Influenza A und 2 Influenza B Stämmen eine breitere Abdeckung  gegen Influenzainfektionen bietet. (Influsplitt Tetra (R))
Grippe Impfung allgemein: Kassenleistung bei Indikation. Bei erhöhter medizinischer Gefährdung kann auch der Tetra-Impfstoff auf Kassenkosten geimpft werden.

Neu: Aviäre Influenza (Vogelgrippe H5N1) AFLUNOV (R)
69% der Fälle ereignen sich im asiatischen Raum – davon waren sogar 69% mit tödlichem Ausgang.
Indikation: Reisen nach Südostasien mit Besuch auf Geflügelemärkten oder Kontakt mit Geflügel.
G: ab 18.LJ Impfung 0 und Auffrischung frühestens nach 21 Tagen.

Typhus (Salmonella typhi):
I: bei Reisen in Risikogebiete
G: 1x Injektion im (Typhim VI ®
altern.:3 Kapseln oral Tag 1/3/5 (Typhoral®
A: nach 3 Jahren
Totimpfstoff (Typhim); Lebendimpfstoff  Typhoral
Nur bei einzelnen Kassen K-Leistung.
Typhim derzeit nicht verfügbar!

Tollwut:
I:; Präexpositionell bei Gefährdung; Bei Reisen in Risikogebiete; Berufl. Exponierte.
Postexpositionell nach Kontakt m. infiz. Material/Tierbissen.
G: nach Angaben des Herstellers; zB. Rabipur:
3x (Tag 0-7-21 bis 28); zusätzlich unbedingt postexpositionell:
bei Vorimpfung: 2x Tag 0/3; ohne Vorimpfung:
5x: Tag 0-3-7-14-28 (bis30);
Totimpfstoff; Zusätzlich Gabe von Immunglobulin bei Exposition Ungeimpfter;  dann zusätzlich zur aktiven Impfung (s.l.)  Tollwut-Immunglobulin 1x 20IE/kg KG spät. bis 7 Tage nach Exposition.
ACHTUNG: Infektion ist zu 100% tödlich!!
Kassenleistung
Ja bei Exposition, nein bei berufl. bed. Impfung (N1)
Reiseimpfung bei einigen Kassen.

FSME: (Frühsommer-Meningoencephalitis):
I:
Personen in Risikogebieten und berufl. Exponierte für Kinder über 12. LJ  Encepur;
Kinder zw. 1. –12. LJ . Encepur Kinder
G: 4x bei Schnellimmunisierung: 1/7/21/540. Tag;; Schutz ab 21. Tag
Regulär: 3x1/21/300. Tag; Schutz ab 42. Tag
A: nach 3-5 Jahren je nach Alter.

Totimpfstoff.; Kinderimpfstoff bei Kindern unter 12. Jahren jetzt ohne Polygenin wieder verfügbar
Achtung: Impfung schützt NICHT vor der bakteriellen Borreliose!
Weitere Infos zur FSME und Karte der  Risikogebiete hier

Cholera und ETEC: (= Reise-Diaarhoe durch enterotox. E. coli)
orale Impfung m. Dukoral ®
I: Reise in Risikogebiete; rez. Reisediaarhoe
G:
Kinder 2-6J: 3x oraler Impfstoff alle 1-6 Wochen
Kinder ab 6J und Erwachsene: 2x oraler Impfstoff nach 1-6 Wo; jedoch mind. 1 Wo vor der Exposition beendet
A: alle 2 Jahre
Inaktivierter Totimpfstoff; sehr guter Vetrträglichkeit.  frei von Konservierungsmitteln, keine Antibiotika! 2003: weltweit 111.575 Cholera Fälle gemeldet, tats. Ca 3-5 Millionen!
Impfstoff schützt zu 60% vor enterotoxischen E. coli-Bakterien (ETEC), 85-90% Schutzrate Cholera.

Rota-Virus
gefährlicher Brechdurchfall, inebsondere bei Säuglingen und Kleinkindern.
I: Säuglinge in der 6.-12. Lebenswoche
G: Beginn 6.-12. Lebenswoche, Abschluss bis zur 24./32. Wo je nach Impfstoff. Gabe von 2 Impfdosen Schluckimpfstoff  im Abstand von mindestens 4 Wochen.
Kein Zeitabstand zu anderen Impfungen.
Kassenleistung? Bei einigen Kassen ja.  8/13 neue STIKO Empfehlung, daher vermutl. in Kürze Kassenleistung.
Weitere Infos hier.

Varizellen(Windpocken)
I: Seroneg. :Kinder mit Leukämie, malignen Tumoren, !!schwerer Neurodermitis!! vor Immunsuppression sowie deren Geschwister und Eltern!  Seronegative Frauen m. Kinderwunsch; Mitarbeiter im Ges. Wesen in diesen Bereichen;
Neu: Impfung für alle nicht immunen Kontaktpersonen der Gefährdeten (s.o.);
Nicht immune Tätige in Kindergärten; alle Jugendl. zwischen 12-15.LJ. die nicht immun sind!
G: 1 Dosis ab (9.) 12. LM; bei Kindern ab 13. LJ und Erw. 2x im Abstand von 6Wo; Wiederholung ggf. .bei neg. Impftiter bei Risikopat. Kontrolle!! GGF Gabe von Immunglobulin  bei Exposition Ungeimpfter.
Lebendimpfstoff!! Cave:Kontraindikation  bei asympt. und sympt.. HIV-Infektion!!!
Berufl. bedingte Impfungen keine Kassenleistung.
Postexpositionsprophylaxe: Personengruppen mit fehlender Immunität gegen das Varizella-Zoster-Virus u. erhöhtem Risiko für eine schwere Infektion sollen nach Erregerkontakt Immunglobuline erhalten.  (Ungeimpfte Schwangere, Neugeborene mit Erkrankung der Mutter; Immunkompromittierte und Frühgeborene; Zeitraum bis zu 10 Tage nach Erregerkontakt.  

Impfung gegen Herpes Zoster (Varizella-Zoster-Virus) – Gürtelrose (Zostavax (R))
Lebendimpfstoff!!!
ZOSTAVAX ist indiziert zur Prävention von Herpes zoster (Zoster oder Gürtelrose) und durch Herpes zoster verursachte postherpetische Neuralgie (PHN).
ZOSTAVAX ist indiziert zur Immunisierung von Personen ab 50 Jahren.
Ggeenanzeigen:
• Bekannte Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, einen der sonstigen Bestandteile des Impfstoffs oder einen der in Spuren vorhandenen Rückstände aus der Herstellung (z. B. Neomycin), (siehe Fachinformation, Abschnitte 4.4 und 6.1)
• Angeborene und erworbene Immundefizienz als Folge einer akuten oder chronischen Leukämie, eines Lymphoms, anderer Erkrankungen des Knochenmarks oder des lymphatischen Systems; Immundefizienz als Folge von HIV/AIDS; zelluläre Immundefizienz
• Immunsuppressive Therapie (einschließlich hoher Dosen von Kortikosteroiden). ZOSTAVAX ist jedoch nicht kontraindiziert bei Personen unter topischer/inhalativer oder niedrig dosierter systemischer Kortikosteroidtherapie oder bei Personen unter Kortikosteroid-Substitutionstherapie, z. B. bei Nebenniereninsuffizienz
• Aktive, unbehandelte Tuberkulose
• Schwangerschaft. Darüber hinaus sollte nach der Impfung eine Schwangerschaft über einen Zeitraum von einem Monat verhindert werden
G: Dosierung: Alle Personen erhalten eine Dosis (0,65 ml) subkutan. Derzeit ist nicht bekannt, ob eine weitere Dosis erforderlich ist.
Keine Leistung der GKV!

Meningokokken (Meningitis)
Es existieren verschiedene Serotypen. Duch die dynamische und variable Epidemiologie der Meningokokken verändert sich die Verteilung der Serotypen hinsichtlich ihrer geographischen Ausbreitung und ihres zeitlichen Auftretens.
Stämme: Gruppe A, C, B, W-135, y
USA: (B/C/W-135/Y:  Routine Impfung mit konjug. ACWY-Impfstoff für alle 11-18 jährigen.
Europa (vorw. B/C): In Österreich, Schweiz/England/Wales ACWY Konjugat Impfstoff zur Boosterung empfohlen.
Asien: A/B/C/W-135/Y: Serotypen A und C vorherrschend.
Afrika:A/C/W-135;
Saudi-Arabien: A/W-135: Für eine Reise zum Hadsch ist eine Meningitis-Impfung ACWY Pflicht.

Die STIKO empfiehlt die konjugierte Meningokokken Gr. C Impfung für Kinder im 2.LJ, 1x als Grundimpfung sowie als Indikationsimpfung für gesundheitlich gefährdete (Immundefekte, Eculizumab-Therapie), regional gefährdete Personen (bei Ausbrüchen und regionalen Häufungen), als Nachholimpfung bis zum 18. Geburtstag. (Menjugate Kit).  Kasssenleistung bei gesundheitlicher Gefährdung, sinnvollerweise als ACWY und oder B Impfung.
Bei beruflicher Gefährdung (ACWY und B-Impfung) keine Kassenleistung.

Menjugate  (R) (Gruppe C):
G: ab 2.LM  Tag 0 und nach 2 Monaten
A: 1x im 2. LJ; bei Grundimpfung ab 12. Lebensmonat keine Auffrischung.

Meningokokken Gr. ACWY:
G: ab 2. LJ möglich bei Verwendung eines Konjugatimpfstoffes (z.B. Menveo (R))
A: nicht sicher, bei Erwachsenen ca. alle 3 Jahre
Totimpfstoffe – Keine Kassenleistung für Reiseimpfung.

Meningokokken Gruppe B
Ein Impfstoff (Bexsero (R)) ist verfügbar. Gemäß Stiko (2015) kann eine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche noch nicht ausgesprochen werden. Personen mit bestimmten Grunderkrankungen sollen neben der Vakzine ACWY mit Men. B Impfstoff geimpft werden (zB. Laborpersonal, Immunkompromittierte; indiv. Impfindikation)

Gelbfieber
Lebendimpfung! Darf weiterhin nur in speziell autorisierten Impfstellen durchgeführt werden.
Gemäß Stiko Empfehlung 2015 reicht eine Impfung für lebenslangen Schutz – die Staaten haben seitens der WHO bis 7/2016 Zeit, diese Regelung umzusetzen – daher ggf. erkundigen, ob noch die 10 jährige Auffrischung verlangt wird!!!  Für einzelne Staaten besteht eine Impfpflicht bei der Einreise! Für einzelne Gruppen (Impfungen in der Schwangerschaft, Kinder < 2J, HIV-Infizierte, Personen mit gleichzeitiger Impfung gegen MMR wird weiterhin eine Auffrischung empfohlen.

Japanische Encephalitis (Impfstoff: Ixiaro (R))
I: Ist die häufigste Ursache einer viralen Encephalitis (Gehirnentzündung)  in Asien. Erreger: Jap. Enceph. Virus (JEV; ein Arbovirus).
Jap. Encephalitis wird durch die Culex Mücke übertragen und ist eine Virusinfektion.
Es gibt keine spezifische Behandlung; es kommt zu anhaltenden  neurologischen Folgeschäden wie z.B. motorische Ausfälle (Lähmungen), Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Sprachstörungen.
Endemisch in Thailand inkl. Bali, Indonesien, Indien, China, Myamar, Philippinen.
Inbesondere ist die Impfung anzuraten bei Reisen in ländliche Gebiete und einer Aufenthaltsdauer von mehr als 4 Wochen während der Monate mit einer hohen Übertragungsrate = mückenreiche Jahreszeit.
Mittlerweile wurde die Empfehlung seitens der WHO verschärft und auch kurze Aufenthalte in den Gebieten stellen eine Impfindikation dar.

G: 2x im Abstand von 4 Wochen (Tag 0/28).  Mittlerweile auch für Patienten unter 18 Jahre zugelassen. Kinder 1.-3. LJ 1/2 Impfdosis.
A: 12-24 Monate nach der 2. Impfung bei erneuter Exposition
Der Impfstoff hat eine gute Verträglichkeit. Totimpfstoff. Keine Kassenleistung.
Eingehende Infos zur Jap. Encephalitis und Karte der Risikogebiete finden Sie hier

HPV Impfung
Informationen zum Krankheitsbild s. hier
Schutz vor dem humanen Papilloma-Virus und dem Gebärmutterhalskrebs. Ersetzt NICHT die Vorsorge-Untersuchung. es sind in deutschland derzeit 3 Impfstoffe zugelassen:
Cervarix (R) schützt vor den Serotypen 16 und 18; der tetravalente Impfstoff Gardasil (R) schützt vor den Typen 6,11, 16,18 sowie Gardasil 9 schützt gegen die Serotypen 6, 11, 16, 18 sowie zusätzlich gegen die Hochrisiko-HPV-Typen 31, 33, 45, 52 und 58.  s.u.

G: Cervarix:
9-14 Jahre: 2 Impfdosen im Abstand von 5-13 Monaten. Falls 2. Dosis vor dem 5. Monat 3. Dosis empfohlen.
ab 15.LJ: 3 Dosen 0-1-6 Monate; flexibler: 2. Dosis 1-2.5 Monate  nach der 1.; 3. Dosis 5-12 Monate nach der ersten.
Gardasil:
9-13J. 2 Dosen im Abstand von 6 Monaten.falls 2. Dosis früher als 6 Monate 3. Dosis empfohlen.
ab 14.LJ: 3 Dosen 0-2-6-Monate. Flexibler: 2. Dosis 4 Wochen nach erster, 3. Dosis frühestens 3 Moanet nach der 2.
Gardasil 9 siehe unten.
A: nicht klar.
Kassenleistung für alle  9-14 jährigen Mädchen (zuvor 12-17J).
Nachimpfung aller Nichtgeimpften bis zum letzten Tag vor dem 18. Geburtstag.

NEU: HPV Impfung mit Gardasil 9:
Seit 4/2016 gibt es den HPV Impfstoff Gardasil als 9-fach valenten Impfstoff mit einem
2-Dosen Impfschema für Personen zwischen 9 und 14 Jahren. Er enthält die HPV Typen 6,11,16,18,31,33,45,52 und 58. Diese Stämme werden für weitere 15-20% der Cervixkarzinome
verantwortlich gemacht. Ab 15.LJ: 3 Dosen 0-2-6 Monate
Grundsätzlich können alle 3 verfügbaren HPV Impfstoffe verwendet werdn, laut STIKO sollen die Impfserien aber nur mit einem identischen Impfstoff durchgeführt werden. 

Strovac (R) – Impfung bei rez. Harnwegsinfekten und Booster-Strovac (R)
Keine Kassleistung der GKV.
I: Therapie und Prophylaxe rezidivierender Harnwegsinfekte bakterieller Herkunft.
Hinweis: StroVac wird zur Grundimmunisierung verwendet. Eine Auffrischung der Impfung (Boosterung) sollte etwa 1 Jahr nach der Grundimmunisierung erfolgen. Für diese Auffrischung steht Booster-StroVac® zur Verfügung.
I: Rez. Harnwegsinfekte. Umstimmungsmittel und Immunstimulanz.
(= 1 Impfdosis) enthält mindestens 109 inaktivierte Keime folgender Art und Menge: Escherichia coli 7,5 x 108, Morganella morganii 3,75 x 107, Proteus mirabilis 3,75 x 107, Klebsiella pneumoniae 1,5 x 108, Enterococcus faecalis 2,5 x 107
G: 3x im Abstand von 1-2 Wochen; Auffrischung nach 1 Jahr m. Booster Strovac.

Stand 04.12.16